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10/5/2009 ab in den Süden Vom 2.-4. Oktober bin ich mit meinen Eltern zu meiner Family geflogen. Das hieß: Erst ein Taxi zum Flughafen in Beijing nehmen (1h), dann nach Nanchang fliegen (2h) und schließlich mit einem Taxi zum Ziel fahren (3h). Das Ziel hieß 修水 (xiūshuǐ), ein 100.000-Einwohner Dörfchen in Südchina. Schon der Weg nach Xiushui ist immer ein Erlebnis. An fast jeder Ecke staunt man über eine neue Berglandschaft oder Flusslandschaft, sodass ich mich frage, wieso der Tourismus sich hier noch nicht durchgesetzt hat. Logisch: Es liegt noch zu sehr abseits. Xiushui hat noch nicht mal seinen eigenen Bahnhof, sodass man auf Taxis oder Kleinbusse angewiesen ist, die zwischen der Provinzhauptstadt Nanchang und Xiushui pendeln. Und selbst das war früher viel aufwendiger. Noch bei meinem ersten Besuch (nachdem ich mich 1989 aus dem Staub gemacht hab) im Jahr 2003 waren nicht alle Straßen asphaltiert, Wasserbüffel an der Straße waren kein seltener Anblick. Geht man noch ein paar Jahre weiter zurück, so muss man für diese Autofahrt statt 3h gleich 8h einplanen, bei Schnee sogar unmöglich. Und auch in Xiushui selbst hat sich seit meinem ersten Wiederbesuch viel verändert. Die Promenade am Fluss zum Beispiel mit den hübschen Pavillons oder das 4-Sterne Hotel an der anderen Flussseite. Oder endlich ein Kühlschrank und eine Mikrowelle in der Wohnung meiner Großeltern Mein kleiner Aufenthalt war wie ein Kurzurlaub. Bei 30°C ganze 7°C wärmer als in Beijing, Natur, etwas Idylle, eine Menge Familientrubel und das Mondfest. Für die vielen Mahlzeiten und Flaschen Baijiu (Getreideschnaps, ab 50% Alkohol) in den Restaurants hat meine Familie keinen einzigen Yuan bezahlt. Gastgeber waren immer irgendwelche Bekanntschaften meines kleinen Onkels. In einer Gesellschaft, in der man auf Beziehungen ("Vitamin C" im anglophonen Raum) angewiesen ist, ist sowas gar nicht ungewöhnlich. Noch nicht mal die spendierte Fahrt samt Chaffeur nach Xiushui im VW eines Bekannten. Was mache ich nun die verbliebenen vier Tage in Beijing? Es sind ja immer noch Feiertage. Zum Sightseeing sind viel zu viele Menschen hier (Feiertage = größte moderne Völkerwanderung Ich denke, ich werde ein bisschen lernen. Und ganz viel essen! Bilder --> Comments (6)
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